Die Werkstatt

Vom Stamm zum Klang - ein langer Weg

Viele Schritte sind notwendig, ehe aus einem Baum eine Veeh-Harfe wird. Wenn man bedenkt, dass es nahezu 100 Jahre braucht, bis ein Baum so stark ist, dass er für eine Veeh-Harfe reicht, begegnet man dem Material Holz mit Ehrfurcht. Nicht jeder Baum ist geeignet, ein Musikinstrument zu werden: Langsam gewachsen in großer Höhe, kein schlimmes Ereignis darf die Wuchsrichtung des Baumes stören, kein Ast die Jahresringe queren - dann behutsam gefällt und zu Tale gebracht. Langsam getrocknet und fachgerecht aufgeschnitten wird der Stamm. Im Spiegelbild gefügt, gelangt das Holz schließlich zu uns. Dazu sagt man vollmassives Tonholz. Wir verwenden fast ausschließlich Europäische Hölzer: Ahorn für Boden und Zargen sowie Fichte für die Decke. Diese Hölzer haben sich im Instrumentenbau bestens bewährt - insbesondere im Geigenbau.

Zu Beginn steht die Auswahl des Holzes. Hier entscheidet sich, welches Modell daraus wird: mit Rosette, mit Mosaikring, lackiert oder geölt und gewachst. Besonders schönes Holz ist selten und wird aufgespart für exklusive Instrumente. Alle Holzteile sollen sich schließlich zu einem harmonischen Ganzen fügen. Schallloch nicht vergessen, das ist Pflicht! Das hat jede Harfe auf der Rückseite. Wenn der Rohling zusammengefügt ist, werden die Kanten gefräst und geschliffen. Die Harfe soll sich schließlich gut anfühlen und angenehm in der Hand liegen. Es werden die Löcher gebohrt. 100 Stück sind es bei einem Modell Standard - zum Glück gibts Schablonen! Und jetzt die Oberfläche. Natürlich: geölt und gewachst oder lackiert: seidenmatt oder glänzend - und welche Farbe?

Die Harfenbauer

Das Team um Martin Veeh (2. von Links). Geschick, Augenmaß und viel Erfahrung kennzeichnen unsere Handwerker.


Egal, welche Oberfläche, es braucht Zeit und viele Zwischenschritte sind erforderlich: Ölen, Wachsen, grundieren, lackieren, trocknen, immer wieder schleifen und schließlich polieren. Je edler die Oberfläche, desto aufwendiger und riskanter das Verfahren. Abschließend werden die Wirbel in den Wirbelklotz gepresst und die Instrumente können zum Besaiten gehen. Stegstöckerl und Steg werden angebracht, die Saiten eingefädelt und aufgezogen. Dann wird gestimmt - mehrmals bevor die Harfe in der Verkauf kommt. Jedes Instrument ist nummeriert und wird personalisiert - und jede Harfe trägt den Brand: Original Veeh-Harfe.

Holzauswahl

Holz trocknen

Rohling

Schleifen

Bohren

Polieren

Kontrolle

Lackieren

Besaiten

zufrieden und glücklich

Hermann Veeh GmbH & CO.KG - Ochsenfurter Str. 32b - D-97258 Hemmersheim - Ortsteil Gülchsheim